Wir über uns

Der Hospizdienst TAUWERK e.V. ist ein Verein, der sich in Berlin-Pankow aus der Initiative franziskanischer Schwestern und Brüder entwickelt hat.

Franziskaner in Deutschland
Franziskanerinnen von Münster-Mauritz

Im Hospizdienst TAUWERK e.V. haben sich Menschen zusammengeschlossen, denen es ein Anliegen ist, schwerkranke und sterbende Menschen mit AIDS im Sinne der Hospizidee zu unterstützen und zu begleiten.
Auch den Angehörigen und Freunden bietet der Hospizdienst tatkräftige Hilfe an, wenn sie im Zusammenhang mit der Betreuung eines Menschen in der letzten Lebensphase vor viele Fragen gestellt sind.

In Ergänzung zu Pflegediensten möchten die MitarbeiterInnen des TAUWERKs dazu beitragen, nach den je eigenen und individuellen Wünschen das Leben bis zuletzt gestalten zu können. Wir begegnen den Menschen, die unsere Begleitung wünschen, dort, wo sie leben: in der eigenen Wohnung, im Pflegeheim, in Wohnprojekten oder auch im Krankenhaus.

Der Hospizdienst bietet seine Begleitung den Kranken und den ihnen Nahestehenden unentgeltlich an.
Qualifizierte hauptamtliche Koordinatorinnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die sich auf diese Aufgabe vorbereitet haben, sind in der Begleitung tätig.

Wichtige Ereignisse

Berliner Ehrennadel an Sebastian Hofmann verliehen
Am 31.5.2010 verlieh die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Carola Bluhm gemeinsam mit der Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement Monika Helbig im Wappensaal des Roten Rathauses die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an zwölf ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner.
Unter ihnen war auch Sebastian Hofmann, der seit mehr als 10 Jahren als ehrenamtlicher Hospizhelfer für TAUWERK tätig ist.

Die Senatorin bedankte sich für das herausragende Engagement der Geehrten und würdigte deren freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl. „Unsere Gesellschaft braucht das freiwillige Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Bürgerschaftliches Engagement ist eine zentrale Voraussetzung für den Zusammenhalt und die Zukunft einer demokratischen Gesellschaft. Ein Ersatz für vom Staat zu leistende Aufgaben ist das Bürgerschaftliche Engagement selbstverständlich nicht. Aber an der Förderung des Ehrenamtes und des bürgerschaftlichen Engagements kann man erkennen, wie ernst es Gesellschaft, Politik und Staat mit Bürgerinnen und Bürgern meinen, die durch ihr aktives Tun für das Gemeinwesen eintreten. “
In der Urkunde heißt es: “Mit Ihrem persönlichen Einsatz haben Sie dazu beigetragen, dass menschliche Zuwendung in der Großstadt Berlin erfahrbar bleibt.”
Dies ist unserem gesamten iTeam m Blick auf schwerkranke und sterbende Menschen ein Anliegen!

Unser Infostand auf der AGORA
Zahlreiche BesucherInnen zeigten sich an fundierten Informationen interessiert

2. Ökumenischer Kirchentag in München vom 12. – 16.5.2010
Acht MitarbeiterInnen unseres Hospizdienstes nahmen am diesjährigen Kirchentag teil. Die Vielfalt der Gruppen innerhalb der Kirchen wurde deutlich in der Beteiligung von über 900 Gruppen auf dem Markt der Möglichkeiten, der sog. AGORA.
Neben den Rollbannern, die die franziskanische Motivation unserer Arbeit, das Leistungsspektrum der ambulanten Hospizarbeit und das Engagement der ehrenamtlichen HospizhelferInnen zum Ausdruck bringen, stieß unser Gedenkvorhang auf großes Interesse.
In zahlreichen Gesprächen konnten die MitarbeiterInnen über die Arbeit von TAUWERK wie auch über Fakten hinsichtlich des aktuellen Wissensstandes zum Thema AIDS informieren.

Die TeilnehmerInnen des Kurses 2010

Vorbereitungskurs für HospizhelferInnen 2010
Im Januar 2010 startete der diesjährige Vorbereitungskurs, in dem interessierte Männer und Frauen bis zum Oktober für die Aufgabe als Hospizhelfer/-in geschult werden.
Nach einem Grundkurs mit 12 Kurseinheiten befinden sich die KursteilnehmerInnen seit Anfang Mai in der Pranktikumsphase, an die sich im September ein weiterer Theorieblock zur Vertiefung anschließt.
Wir freuen uns über das Interesse an dieser ehrenamtlichen Arbeit und über die baldige Verstärkung unseres Teams!

Sr. M.Juvenalis mit der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Carola Bluhm (links im Bild) und der Senatorin a.D. Frau Dr. Heidi Knake-Werner (rechts im Bild)

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Am 22. Januar 2010 bekam Sr.M.Juvenalis durch die Berliner Senatorin Carola Bluhm das “Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland” verliehen. Ausgezeichnet wurde ihr langjähriges Engagement in der AIDS-Hospizarbeit, das sie auch mit dem Eintritt in das Rentenalter fortgesetzt hat.
In ihrer Laudatio wies die Senatorin darauf hin, wie wichtig es sei, nicht nach dem “Woher?” der Infektion zu fragen, sondern den Erkrankten ohne Vorbehalte die Hilfe zu leisten, die sie brauchen, um in Würde leben und in Würde sterben zu können.
Dies sei die Überzeugung, mit der Sr.M.Juvenalis, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und die über 30 ehrenamtlichen Hospizhelfer /-innen ihren Dienst seit Jahren praktizieren und finde in der Ordensverleihung eine entsprechende Anerkennung.

Neujahrsempfang

Beim diesjährigen Neujahrsempfang im Januar wurde zu Beginn in besonderer Weise der 26 Menschen gedacht, die von den MitarbeiterInnen des Hospizdienstes begleitet wurden und im vergangenen Jahr verstarben. Die Kärtchen mit den Namen sind nun auf dem Gedenkvorhang im Büro angebracht.

Dr. Petra Leuschner (links im Bild)) und Sabine Wüstner nach der Verleihung der Ehrennadel

Berliner Ehrennadel 2009

Als eine von 12 Ehrenamtlichen im Land Berlin wurde Sabine Wüstner am 22. Juni 2009 von der Staatssekretärin für Integration und Soziales Dr. Petra Leuschner im Wappensaal des Roten Rathauses für ihr besonderes soziales Engagement mit der “Berliner Ehrennadel” ausgezeichnet.
Sabine Wüstner ist seit 1998 dem Hospizdienst TAUWERK e.V. verbunden. Seit der Absolvierung des Vorbereitungskurses 1999 engagiert sie sich in der ehrenamtlichen Begleitung unserer Patienten. Des öfteren hatte sie dabei mit Menschen zu tun, deren Kommunikationsfähigkeit durch die Erkrankung stark beeinträchtigt war. In der von der Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner unterzeichneten Urkunde heißt es: “Mit Ihrem persönlichen Einsatz haben Sie dazu beigetragen, dass menschliche Zuwendung in der Großstadt Berlin erfahrbar bleibt.”

Bundesverdienstkreuz für Sr.M.Hannelore

Am 10.10.07 erhielt Sr.M.Hannelore Huesmann in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales die “Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland”. Überreicht wurde die vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnete Urkunde und der Orden durch die Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner, die auch die Laudatio hielt.

Die Senatorin betonte in ihrer Rede, dass die Arbeit des Hospizdienstes TAUWERK e.V., dessen Gründung Sr.M.Juvenalis und Sr.M.Hannelore vor 10 Jahren initiierten und der von Sr.M.Hannelore geleitet wird, auf große Wertschätzung in der Berliner Hospizlandschaft und in den Institutionen, die für Menschen mit AIDS arbeiten, stößt. Das Engagement der Schwestern strahle inmitten der oft nicht einfachen Arbeit eine scheinbare Leichtigkeit aus, die sie persönlich immer wieder beeindrucke. Neben der Begleitung der Patienten sei für sie auch die Weitergabe von Wissen und Erfahrung bemerkenswert, wie Sr. M.Hannelore es seit Jahren praktiziere: in Krankenpflegeschulen, Jugend- und Erwachsenen-Gruppen bis hin zum Einsatz bei einem Seminar in Odessa (Ukraine)im vergangenen Jahr.

Das Bemühen, in unserer Gesellschaft Ängste abzubauen, die gleichzeitige Aufklärung über die nach wie vor tödlich verlaufende HIV-Infektion sowie die vorbehaltlos praktizierte Zuwendung zu Betroffenen und ihren Angehörigen habe zu der Auszeichnung durch den Bundespräsidenten geführt, in dessen Auftrag sie diese Feier gern übernommen habe.

Die Verleihung dieser Auszeichnung ist für uns sowohl eine deutliche Anerkennung unseres franziskanischen Engagements wie auch ein Ansporn, den Weg an der Seite von Menschen mit AIDS weiterzugehen.

Am Festakt zum 10jährigen Bestehen des Hospizdienstes TAUWERK e.V. in Berlin nahm die Provinzoberin der Franziskanerinnen, Sr. Birgitte Herrmann (li), ebenso teil wie Schauspielerin Judy Winter, die bei der Verleihung des ReD-Award im September 2006 die Laudatio gehalten hatte.

10. Jahrestag der Gründung

Am 4.4.07 jährte sich der Gründungstag des Hospizdienstes TAUWERK e.V. in Berlin zum 10. Mal. Im Rahmen der Mitgliederversammlung fand bereits am 10.3. eine Feierstunde statt, zu der neben den Mitgliedern und Ehrenamtlichen insbesondere die Vertreter der kooperierenden Institutionen eingeladen waren. Im großen Saal der Gemeinde St. Ludwig in Berlin-Wilmersdorf zeigte sich eine bunte Palette von Gestaltungselementen wie auch Gästen, die zur Feier des 10jährigen Bestehens des Hospizdienstes TAUWERK e.V. gekommen waren. Etwa 120 Gäste füllten den Saal, darunter Schwestern und Brüder der beiden franziskanischen Orden, die ehrenamtlichen HospizhelferInnen, die Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner, VertreterInnen aus der Medizin, der stationären und ambulanten Pflege, den Selbsthilfeorganisationen sowie KollegInnen aus der Berliner Hospizlandschaft. Nach einer kurzen Dankandacht, die von der Gemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern mitgestaltet wurde, hielt Sr. Hannelore mittels einer PowerPoint-Präsentation einen anschaulichen Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre. Abgerundet wurde dieser Rückblick mit einem literarischen Impuls, den Manfred Kloss, ein Mitglied des Jüdischen Theaters, vortrug. Die Geschichte von “Blatt und Blättchen” wird manchem Gast noch lange in Erinnerung bleiben. In den anschließenden Grußworten wurde deutlich, dass das TAUWERK der Franziskanerinnen von den im AIDS-Bereich tätigen Institutionen nicht nur als wichtiger und verlässlicher Bestandteil des Versorgungsangebotes wahrgenommen wird – die in der Begleitung spürbare Wertschätzung des Lebens stellt zugleich für viele Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes “heil-same” Erfahrung dar. Der Komponist und Sänger Rainer Bielfeldt ließ am Keyboard immer wieder mit seinen Liedern und Texte auf sehr sensible Weise bei den Gästen das Anliegen der Arbeit nachklingen. Franziskanisch schlicht bei Brotkonfekt und Wein gab es anschließend reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich im jeweiligen Engagement zu ermutigen, denn “wenn einer alleine träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, dann ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit!”

Kontaktadresse:

Hospizdienst Tauwerk e.V.
Mühlenstr. 45/II
13187 Berlin

Tel. 030/ 4700 4500
Fax. 030/ 4700 5868

Sie können uns über das Kontaktformular erreichen.


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