Wir über uns

Der Hospizdienst TAUWERK e.V. ist ein Verein, der sich in Berlin-Pankow aus der Initiative franziskanischer Schwestern und Brüder entwickelt hat.

Im Hospizdienst TAUWERK e.V. haben sich Menschen zusammengeschlossen, denen es ein Anliegen ist, schwerkranke und sterbende Menschen mit AIDS im Sinne der Hospizidee zu unterstützen und zu begleiten.
Auch den Angehörigen und Freunden bietet der Hospizdienst tatkräftige Hilfe an, wenn sie im Zusammenhang mit der Betreuung eines Menschen in der letzten Lebensphase vor viele Fragen gestellt sind.

In Ergänzung zu Pflegediensten möchten die MitarbeiterInnen des TAUWERKs dazu beitragen, nach den je eigenen und individuellen Wünschen das Leben bis zuletzt gestalten zu können. Wir begegnen den Menschen, die unsere Begleitung wünschen, dort, wo sie leben: in der eigenen Wohnung, im Pflegeheim, in Wohnprojekten oder auch im Krankenhaus.

Der Hospizdienst bietet seine Begleitung den Kranken und den ihnen Nahestehenden unentgeltlich an.
Qualifizierte hauptamtliche Koordinatorinnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die sich auf diese Aufgabe vorbereitet haben, sind in der Begleitung tätig.

Wichtige Ereignisse
v.l.n.r.: Rainer Bielfeldt, Sr. Juvenalis, Sr. Hannelore, Tim Fischer Foto und Copyright: Friedrun Reinhold

“Geliebte Lieder” mit herzlicher Solidarität

Wir haben uns sehr gefreut, dass der Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer seine Berlin-Konzerte im April erneut zum Anlass nahm, unsere hospizliche Arbeit zu unterstützen.

Bei seinem Konzert “Geliebte Lieder” im TIPI in Berlin wurde er am Flügel von dem Musiker, Komponisten und Autor Rainer Bielfeldt und von Thomas Keller am Saxophon und Akkordeon begleitet.

Wie schon im November des vergangenen Jahres hatten Sr. Juvenalis und Sr. Hannelore im Anschluss an das Konzert die Möglichkeit, die Konzertbesucher kurz über die Arbeit des TAUWERKs zu informieren. Alle drei Musiker standen anschließend mit ihren Sammelbehältern im Foyer des TIPI, wo sie von den Konzertbesuchern sagenhafte 4400 € an Spenden entgegen nehmen konnten!

Drei wunderbare Konzertabende, die ermutigende Solidarität im Engagement für Menschen mit AIDS und viele berührende Gespräche mit Konzertbesuchern klingen in uns nach. DANKE!!!

Hospizarbeit ist gelebte Solidarität

In unserem Dienst engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade für solche Menschen, bei denen die AIDS-Erkrankung inzwischen den Alltag sehr bestimmt. Sie begleiten die Erkrankten auf Spaziergängen, wenn sie sich allein unsicher fühlen; sie stehen für Gespräche zur Verfügung; sie sind da, auch wenn eine Kommunikation immer schwieriger wird und sich der Zustand der Kranken weiter verschlechtert. Mit ihnen die letzte Lebenszeit zu teilen, ist für die Schwerkranken und Sterbenden und auch für ihre Angehörigen oft eine große Hilfe.

Wie Sie unter der Rubrik “Hospizhelfer/in werden” ersehen können, werden die ehrenamtlich Tätigen in einem Vorbereitungskurs für diese Aufgabe geschult.

Seit November 2015 sind fünf InteressentInnen in der Vorbereitung auf diesen Dienst. Nachdem sie im Januar den Grundkurs absolviert haben, sind sie nun in der Praktikumsphase, bevor Ende Mai der Vertiefungskurs beginnt. Wir freuen uns über die berührenden und anregenden Gespräche in der Kursarbeit und die mögliche Verstärkung unseres Teams ab Juli diesen Jahres!

Sollten auch Sie Interesse an diesem Ehrenamt haben, nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf.

Sonderregelung bei der Krankenkassenförderung endlich genehmigt!

Mit dem Förderbescheid im Juni 2015 erhielten wir die erfreuliche Nachricht, dass die seit Jahren diskutierte Sonderregelung bezüglich der Krankenkassenförderung endlich genehmigt wurde!
Mit seiner Spezialisierung auf Menschen mit AIDS wird der Hospizdienst TAUWERK damit der Regelung für die auf die Begleitung von Kindern spezialisierten Hospizdienste gleichgestellt.
Dies bedeutet, dass nicht nur die abgeschlossenen Begleitungen in Haushalt und Familie bzw. Pflegeheimen, sondern auch die vor dem 1.11. eines jeden Jahres begonnenen Begleitungen für die Berechnung der Fördersumme berücksichtigt werden. Zugleich werden die Begleitungen mit dem Faktor 5 (statt 4) berechnet.

Damit fällt die Fördersumme deutlich höher aus als in den vergangenen Jahren und sichert die laufende Arbeit zu etwa 50%. Mit dem gleichen Prozentsatz sind wir aber weiterhin auf die Solidarität der Spender und Spenderinnen angewiesen, um den von uns begleiteten Menschen ambulante hospizliche Unterstützung dort bieten zu können, wo sie gerade leben: in der Wohnung, im Pflegeheim, im Wohnprojekt oder Krankenhaus..

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit Sr. Hannelore, Sr. Juvenalis und seinem Partner Jörn Kubicki (v.r.n.l.)

Verdienstorden des Landes Berlin an Sr. M.Hannelore
Am 1.10., dem Tag des Inkrafttretens der ersten Landesverfassung Berlins, wird traditionell seitens des Senats der Verdienstorden des Landes Berlin an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich in besonderer Weise in Berlin engagieren.

Zu den 10 im Jahr 2014 ausgezeichneten Personen gehörte auch Sr.M.Hannelore. In einer Feierstunde im Roten Rathaus wurde ihr der Verdienstorden vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit überreicht.

Dieser sagte in seiner Laudatio: „1997 hat Schwester Hannelore Huesmann einen großen Schritt gewagt: Gemeinsam mit ihrer Mitschwester Juvenalis Lammers gründete sie in Berlin den Verein Tauwerk – den ersten ambulanten Aids-Hospizdienst Deutschlands.
Man muss sich erinnern: 1997 wurde Aids-Kranken noch mit weit größeren Vorurteilen als heute begegnet. Es gab kaum auf sie zugeschnittene Angebote, aber viel Angst und Unsicherheit im Umgang mit Patienten. Und auch manche Betroffene hatten zunächst Vorbehalte gegenüber den beiden Franziskanerinnen.
Schwester Hannelore und ihre Mitstreiterin haben sich davon nicht beirren lassen. Sie wollten ein Zeichen setzen – ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Unterstützung und Solidarität. Und sie wollten schwerkranken Aids-Patienten einen Abschied in Würde ermöglichen.
So ist es beim Hospizdienst Tauwerk bis heute: Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Gemeinsam mit ihren inzwischen rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet Schwester Hannelore Jahr für Jahr etwa ein Drittel aller Berliner Aids-Kranken in ihrer letzten Lebensphase. Ebenso finden Angehörige und Freunde bei ihr jederzeit liebevollen Rat.
Dafür wollen wir Schwester Hannelore heute Dank sagen. Sie hat Großartiges geleistet. Und sie tut dies jeden Tag aufs Neue: Sie schenkt schwerkranken Menschen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Geborgenheit. Und sie betreibt zudem Aufklärung und trägt so dazu bei, Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Menschen mit HIV und Aids abzubauen.“

Sr. Hannelore betonte gegenüber den anwesenden Gästen, dass sie diese Auszeichnung nicht persönlich, sondern als Anerkennung der Arbeit des gesamten Teams versteht und daher auch stellvertretend für die Arbeit ihrer hauptamtlichen Kollegin Katharina Wönne und der ehrenamtlich so engagierten Hospizhelferinnen und Hospizhelfer entgegennimmt. Ohne dieses gemeinsame Engagement sei die Unterstützung, die der Hospizdienst TAUWERK anbietet, nicht denkbar.

Der Staatssekretät Dirk Gerstle und Inge Heiling bei der Verleihung der Berliner Ehrennadel

Berliner Ehrennadel für Inge Heiling

Am 24.3.2014 hat der Staatssekretär für Soziales Dirk Gerstle im Wappensaal des Roten Rathauses an 12 ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner die Ehrennadel für besonderes soziales Engagement verliehen.
Unter den Geehrten war auch unsere Mitarbeiterin Inge Heiling, die seit dem Jahr 2000 für unseren Hospizdienst tätig ist!

Der Staatssekretär skizzierte die Arbeit unserer Mitarbeiterin, die in den vergangenen 14 Jahren sowohl für Langzeitbegleitungen wie auch für Sitzwacheneinsätze zur Verfügung stand. Mit ihrem Engagement zeige sie, “dass auch ein Mensch mit vielen Einschränkungen es wert ist, dass sich ein anderer für ihn auf den Weg macht.”

Wir freuen uns mit Inge Heiling über die Wertschätzung ihrer Arbeit in der hospizlichen Begleitung unserer PatientInnen.

Sr. M.Juvenalis mit der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Carola Bluhm (links im Bild) und der Senatorin a.D. Frau Dr. Heidi Knake-Werner (rechts im Bild)

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Am 22. Januar 2010 bekam Sr.M.Juvenalis durch die Berliner Senatorin Carola Bluhm das “Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland” verliehen. Ausgezeichnet wurde ihr langjähriges Engagement in der AIDS-Hospizarbeit, das sie auch mit dem Eintritt in das Rentenalter fortgesetzt hat.
In ihrer Laudatio wies die Senatorin darauf hin, wie wichtig es sei, nicht nach dem “Woher?” der Infektion zu fragen, sondern den Erkrankten ohne Vorbehalte die Hilfe zu leisten, die sie brauchen, um in Würde leben und in Würde sterben zu können.
Dies sei die Überzeugung, mit der Sr.M.Juvenalis, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und die über 30 ehrenamtlichen Hospizhelfer /-innen ihren Dienst seit Jahren praktizieren und finde in der Ordensverleihung eine entsprechende Anerkennung.

Bundesverdienstkreuz für Sr.M.Hannelore

Am 10.10.07 erhielt Sr.M.Hannelore Huesmann in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales die “Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland”. Überreicht wurde die vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnete Urkunde und der Orden durch die Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner, die auch die Laudatio hielt.

Die Senatorin betonte in ihrer Rede, dass die Arbeit des Hospizdienstes TAUWERK e.V., dessen Gründung Sr.M.Juvenalis und Sr.M.Hannelore vor 10 Jahren initiierten und der von Sr.M.Hannelore geleitet wird, auf große Wertschätzung in der Berliner Hospizlandschaft und in den Institutionen, die für Menschen mit AIDS arbeiten, stößt. Das Engagement der Schwestern strahle inmitten der oft nicht einfachen Arbeit eine scheinbare Leichtigkeit aus, die sie persönlich immer wieder beeindrucke. Neben der Begleitung der Patienten sei für sie auch die Weitergabe von Wissen und Erfahrung bemerkenswert, wie Sr. M.Hannelore es seit Jahren praktiziere: in Krankenpflegeschulen, Jugend- und Erwachsenen-Gruppen bis hin zum Einsatz bei einem Seminar in Odessa (Ukraine)im vergangenen Jahr.

Das Bemühen, in unserer Gesellschaft Ängste abzubauen, die gleichzeitige Aufklärung über die nach wie vor tödlich verlaufende HIV-Infektion sowie die vorbehaltlos praktizierte Zuwendung zu Betroffenen und ihren Angehörigen habe zu der Auszeichnung durch den Bundespräsidenten geführt, in dessen Auftrag sie diese Feier gern übernommen habe.

Die Verleihung dieser Auszeichnung ist für uns sowohl eine deutliche Anerkennung unseres franziskanischen Engagements wie auch ein Ansporn, den Weg an der Seite von Menschen mit AIDS weiterzugehen.

Kontaktadresse:

Hospizdienst Tauwerk e.V.
Mühlenstr. 45/II
13187 Berlin

Tel. 030/ 4700 4500
Fax. 030/ 4700 5868
mail: hospiztauwerk@aol.com

Vorschau

Gern machen wir Sie aufmerksam auf zwei Benefizkonzerte, mit denen das Orchester Concentus alius unsere Arbeit unterstützen möchte. Sie finden statt am 10. Juni 2016 um 20 Uhr und am 11. Juni 2016 um 17 Uhr, jeweils in der Emmaus-Kirche am Lausitzer Platz 8a in Kreuzberg.
Nähere Informationen zu den Konzerten und zum Orchester finden Sie unter dem angegebenen Link. Herzlich Willkommen!!!


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